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1. Juli 1815, Sonnabend, zw. 15:00 und 16:00 Uhr (KIRCHENCHRONIK entnommen)
Großfeuer in der Gemeinde Straßberg. In 2 bis 3 Stunden brannten 45 Häuser nieder. Brandherd war am Anger, in der Dorfschmiede Hermann (Hubert Friedrich). Das Feuer nahm seinen Weg bis ins Oberdorf. In 2 bis 3 Stunden brannten 48 Häuser. "Die Spritze wurde durch Menschenhände das steile Dorf heruntergefahren." In der Zeit brannte im Oberdorf die Scheune des Schuhmachers Cristopf Kronberg, Haus Nr. 18. Es kamen viele Gemeinden zu Hilfe (Hayn, Schwenda), so daß recht ausreichende Spritzen zugegen waren. Kirche, Schule und Pfarrhaus konnten gerettet werden. Die Gemeindeschenke, Haus Nr. 15 (Lindenhof) und das Gemeindebackhaus, Haus Nr. 19 (Beinroth) brannten ebenfalls nieder. Das Gemeindebackhaus wurde noch im selben Jahr wieder aufgebaut. Die Gemeindeschenke blieb aus Geldmangel in Schutt und Asche. Graf Joseph von Stolberg spendete 200 Taler. Und die umliegenden Gemeinden brachten Getreide, Brot und Kleidungsstücke, welche durch Konor Kutz und dessen Amtsmannes verteilt wurden.
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